Entwicklung eines 1,5Mhz Zwei-Kanal Oszillographen mit Acht-Kanal Logikanalizer- 21.11.09

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Ein Jahr ist es ca. her, dass ich dieses Projekt begann. Erst war es eine kleine Herausforderung, da mein Vater meinte: "Ich bau dir mit der Basic-Sprache BASCOM für AVR in einer Stunde nen Oszillographen, kannst du das auch mit C?" "Na sicher geht geht!!" ... öhm, mal anfangen... örks

Da das Display bereits lief war die Sache an sich kein großes Problem. ADC Samples aufzeichnen und darstellen. Das ganze idealerweise getriggert und wenn man schon dabei ist noch dies und jenes dazu proggen.... Aber erstmal müssen die Bilder für sich selbst sprechen. Mittlerweile arbeite ich sporadisch immermal wieder Tageweise an dem Gerät und es ist besser als mein 15Kg schwerer alter 10Mhz Kasten...

Zuerst war das ganze noch erschreckend lahm. Will sagen, dass man 350Hz nur gradesoeben aufgelöst bekam. Die dargestellte Kurve ist übrigens bereits vom urlarten Funktionsgenerator so verformt.

Als ich aber feststellte, dass das ganze wirklich Potential haben könnte, entwickelte ich schrittweise weitere Funktionen. Zuerst waren es nur grundlegende Einstellungen wie Samplerate oder einen verstellbaren Vorwiderstand für die Eingänge.

Später kam eine passende Hintergrundbeleuchtung hinzu

Bis hierhin konnte mein alter Oszi stets mithalten, da 10Mhz angebliche Auflösung ja immerhin 10Mhz sind.

Die gezeigte Messung entspricht der gleichen Frequenz wie auf dem Oszillographen-Bild oben. Mittlerweile ist auf der linken Seite ein Menü hinzugekommen, auf dem Messungen dargestellt werden. Dies war aber zu diesem Zeitpunkt noch außer Funktion.

Weitere Funktionen folgten auf dem Steckbrett...

...bis ich feststellen musste, dass es ohne Taster und Quadraturencoder wohl eher nicht weiter vorwärts geht. Daher prüfte ich aktuelle Oszillographen-Designs und erstellte mein eigenes, welches mit Hilfe der Eigenbau CNC-Fräse meines Vaters in eine Aluminiumverbundmaterialplatte gefräßt wurde.

Schon ein richtiges Gerät!

Die Verkabelung will wohl durchdacht und dokumentiert sein, damit man später nicht komplett hilflos davor sitzt und keine Ahnung hat, wie man weiter programmieren soll. Später wird klar, was ich meine...

...denn der Kabelhaufen ist schon immens! Ich verwende einen 100Pin AVR-Mikroprozessor und es ist praktisch bis auf den letzten Pin alles in Verwendung..

So ein wenig zusammengekloppt und alles irgendwie am Gehäusedeckel fixiert.

Läuft :)

Features sind im Prinzip immernoch in der Entwicklung. Immer mal wieder gibt es Phasen, wo ich an dem Gerät weiter arbeite und noch das eine oder andere realisiere. Beispielsweise der 8-Kanal LogikAnalyser ist eines dieser Features. Die AVR-Eingänge sind sehr sehr empfindlich, weswegen man selbst geringste Ströme damit erfassen kann. Mit mehr als 5V sollte man hingegen nicht in den Eingang, sonst fritiert man einen Port-Pin.