Digitaler Drehzahlmesser mit Shift-Light - 01.11.08

| zurück | Einbau und Inbetriebnahme |


Guten Abend zu einer weiteren Folge der Reihe: Wie bringe ich das Renn in den Wagen.
Seit kurzem arbeite ich an diesem kleinen Gimmik, links im Bild. Es ist ein digitaler Drehzahlmesser für meinen Mercy. Nach dem Einbau des Momo-Lenkrades musste ich feststellen, dass meine Instrumente etwas verdeckt werden. Das ändert sich sicherlich wieder mit Einbau der Sparcositze, da sich die Sitzposition hoffentlich etwas absenkt, aber dieser Mercedes-Drehzahlmesser ist einfach Mist. Grund: Er ist extrem träge. Wenn man den Motor hochreißt und bei 6000 vom Gas geht, reißts den Zeiger noch bis knapp 6500 oder gar 7000 Touren hoch.

Dieses Verhalten ist im Rennsport natürlich ein wenig übel. Außerdem fehlt beim beschleunigen schlicht die Zeit ständig auf den Drehzahlmesser oder den Markierungen auf dem Tacho zu achten, darum sind die Shift-Lights erfunden worden. Die blenden auf sobald eine bestimmte Drehzahl erreicht wird und erleichtern so, den idealen Schaltzeitpunkt zu finden.

Das Ziel war also einen Drehzahlmesser zu bauen, der zum einen in das Cockpit passt. Zum anderen sollte er die Drehzahl in 500RPM Schritten anzeigen und die Möglichkeit bieten ein Shift-Light zu realisieren. Daher wurden 14 LEDs zusammen mit einem Mikrocontroller und einem ultra-empfindlichen Eingang für VR-, oder Hallsensoren bzw. dem negativ-Pol der Zündspule und eine Spannungsstabilisierung auf eine Platine gepackt.

Das ganze sollte wie gesagt sehr spontan auf Drehzahländerungen reagieren, daher wurde keine großartige Filterung des Signals vorgenommen. Lediglich vier aufeinander folgende Drehzahlwerte werden gemittelt um die Anzeige damit zu versorgen. Die Anzeige steigt von grün nach rot. Die Besonderheit ist, dass ab der dritten leuchtenden gelben LED alle vorigen abgeschaltet werden, um den Kontrast zum roten Bereich deutlicher zu machen. Damit realisiere ich das Shift-Light. Wenn es dunkel wird auf der Anzeige -> schalten. Eingebaut ist das noch nicht, daher kann ich über die praktikabilität noch nichts sagen, ich erhoffe mir aber einen sehr guten Eindruck und vor allem eine wesentlich bessere Anzeige als der Serienmesser.

Der Einbau erfolgt später über Zündungsplus aus dem Tacho, sowie entweder dem original Drezahlsignal, oder dem Abgriff des Hallsensors oder an der Schwungscheibe hängt und das original Zündsteuergerät mit Daten versorgt.