Umbau auf Golf 1 Viertürer Hinterradkotflügel - 28.03.09

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Willkommen zu einer weiteren Runde: Bring das "Renn" in den Wagen.
Leider ist es auf diesem Bild nicht sonderlich gut zu erkennen, jedoch passen die 7Jx16ET37 mit der 20mm Spurplatte, die für die EVO II Bremsanlage benötigt wird, nicht in das Radhaus. Sie sind schlicht zu breit.
Was ich hier also gemacht habe ist der Einbau von Golf 1 Radläufen. Genauer handelt es sich um Golf 1 4-Türer Reperaturbleche für das Heck!

Zuerst muss die Beplankung bei meinem Merc ab. Das erste Hinternis befindet sich im Beifahrer Kotflügel: Der Überdrucksammelbehälter für die Kühlerflüssigkeit. Entgegen meiner vorherigen Annahme muss man nur die beiden Muttern lösen und kann dann den Behälter mit etwas bestimmter Gewalt aus seiner Festgeklebten Gummitülle ziehen. Es gibt keine Schrauben aus der Fahrgastzelle heraus!

Anschließend kann man die Beplankung mit einer Zange einzeln losklipsen und ablösen. Um vernünftig arbeiten zu können muss anschließend die Front ab. Glücklicherweise sind das bei Mercedes lediglich vier kleine Muttern und ab geht das Ding. Spannenderweise fällt es nicht einfach herunter sondern bleibt auch ohne Muttern einfach hängen.

Dann kann man das bereits grob zugeschnittene Blech erstmal anhalten und schauen wie es idealerweise anzusetzen ist. Der Golf 1 hat, so komisch es klingt, nahezu die selben Knicke und Übergänge wie ein Mercedes 190, so dass man nur wenig am Reperaturblech anpassen muss. Es geht alles mit einem Hämmerlein und der Stichsäge.

Nach dem Anzeichnen des äußeren Bereichs schätzt man grob den inneren ab und deutet schonmal die Schlitze an, die notwendig sind um später den verbleibenden Kotflügel nach außen an das Reperaturblech zu dängeln.

Man sollte sich mühe geben die beiden Reperaturbleche so symmetrisch wie möglich zuzuschneiden, da man sonst später beim Anpunkten mit dem Schweisgerät ein sehr schlechtes Gefühl hat. Es geht schlicht leichter, wenn man der Meinung ist, dass alles bereits symmetrisch ist bevor man loslegt.

Ich empfehle ein Schutzgasschweißgerät, eine Stichsäge mit Metallsägeblatt, sowie eine Flex mit einer Schleif-Schruppscheibe und einer dünnen Flexscheibe.

Nachdem man den Kotflügel ausgeschnitten hat .... gibt es kein Zurück mehr!

Außerdem kann man erkennen wieviel das Rad wirklich übersteht, denn sonderlich weit kommt der original Kotflügel ja nicht raus.

Ansolut essentiell für das nachfolgende Schweißen ist, dass alles sauber ist. Sauber bedeutet nicht nur, dass die Stellen an den man den Schweißpunkt setzt keine Farbe mehr ist, sondern auch in unmittelbarer Nähe keine Farbe mehr ist. Denn Farbe verbrennt / fängt an zu brennen und verdrängt dann mit seinen Ausgasungen das Schutzgas! So kann man sich noch so viel mühe geben, die Schweißpunkte werden nichts.

Ich hatte zuerst ein paar Probleme, denn hier zu sehen ist, dass ich nocht ausreichend viel saubergemacht habe. Naja mit ein bischen Geduld und Spucke gehts dann auch. Aber es geht besser.

Die Übergänge löst man mit einem Hammer. Man dängelt das warmgemachte Metall einfach vorsichtig in Form. Da das Mercedesblech sehr deutlich dicker ist, als das Golf 1 Blech, kann man den Merc als Vormgebend vorraussetzen ohne Dellen zu verursachen. Betrachtet man sich mal den Übergang zu dem Bereich wo später wieder die Beplankung dran kommt, sieht man was ich meine: Die Reperaturbleche sind wie dafür gemacht!

Anschließend kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen! Das Rad ist perfekt abgedeckt, ich kann sogar innen die Bördelkante stehen lassen und brauche mir fortan keine Sorgen mehr um Schleifende Reifen vorne zu machen.

Shiny!

Beim Spachteln muss sogar garnicht mal so viel aufgetragen werden wie zunächst erwartet. Man bekommt die Übergänge mit ein wenig Spachtel bereits hervorragend hin.

Bevor man sich zurück lehnt muss allerdings noch der Kotflügel mit dem Reperaturblech verbunden werden, um extremes Eintauchen ohne Beschädigung des Reifens zu ermöglichen. Eigentlich kann der Reifen das Blech nicht mehr erreichen, so stehen lassen kann man das jedoch auch nicht. Dazu dängelt man lediglich die einzelnen Zungen bis nach Außen an das Reperaturblech und fertig.

Ich finde, dass sich das Ergebnis wirklich sehen lassen kann. Jetzt sind nurnoch die Beplankungen und die Front anzupassen und der Wagen kann endlich zum Tieferlegen wandern. Lacken nicht zu vergessen - aber das machen wir natürlich selbst.