Doorboards - 25.07.07

| zurück | Tag 1 | Tag 2 | Tag 3 | Tag 4 | Tag 5 |


Um überhaupt solche Arbeiten machen zu können braucht man natürlich eine art Werkstatt. Also am besten nen Keller oder eine Garage. Da ich zufällig einen total verwarlosten Keller zur Verfügung habe, räumte ich diesen heute ersteinmal auf um dann den folgenden Arbeitsbereich erstellen zu können.

Hier war vorher nichts, außer der Rollwagen in der Ecke in dem sich mein Werkzeug befindet, und ein ganzer Haufen kram, der recht willkürlich im Raum verteilt war und zum Großteil noch von einem Fiesta stammte. Ist ja erkennbar auch noch was über - der Satz Winterreifen beispielsweise.

Nebenbei habe ich noch diese urigen Küchenschrank aufgehängt. Ich hoffe lediglich, dass er nicht von der Wand fällt, da ich nur einfache Spax-Schrauben an Stelle von L-Schrauben zur Verfügung hatte

Die Linke Seite des Arbeitsbereiches wird von einem Schrank gestützt, welcher gradezu prädestiniert für diese Aufgabe erscheint, denn er ist so massiv, dass ihn zwei Leute kaum tragen können...

Kommen wir zum eigentlichen Thema, nämlich der Optimierung der Soundanlage im Smart. Die Serienanlage ist zugegebenermaßen schon besser als manch andere Serienanlage.... von vor 17 Jahren. Mit einer Anlage von Bj. 2000 hat das hier wenig zu tun, sehr peinlich für Smart wie ich finde.

Die Lautsprecheranordnung ist dazu auch noch unsymmetrisch, was noch durch unterschiedlich größe Löcher auf beiden Seite unterstützt wird. Darum war mein Plan meine 16er in das Brett einzulassen und dazu eine Laminierte Oberfläche her zu stellen, die die Speaker etwas in Richtung der Insassen richtet.

Das ist aber aus folgendem Grund nur mit sehr großem Aufwand zu realisieren: Das Brett ist innen so komstruiert, dass die Speaker keinen Staudruck nach hinten haben können. Es sei denn man laminiert zusätzliche Gehäuse dort hin, wo die Serien-Lautsprechergehäuse eingebaut sind. Damit sind ca. 7l pro Speaker zu erreichen - soweit ich mir das richtig angelesen habe.

7 Liter sind allerdings für meine 16er zu wenig, 10l wären besser. Dazu kommt der Gesamtaufwand der schon allein durch die Gehäuse verursacht wird. Die kosten an Laminat wären recht hoch.

Ersetzt man jedoch die Seitentaschen in den Türen durch Eigenkonstruktionen aus beispielsweise Holz, kann man die 16er in die Tür spielen lassen und hat immerhin ein großes Gehäuse. Folge ist, dass man die Türen sehr stark dämmen muss, am Besten die Plastikaußenseite von innen mit Bitumen-Dämmmatten komplett beklebt.

Naja, den Dämmquatsch ignorieren wir jetzt mal, und kaufen kurzerhand für 5 Euro ein wenig Holz und sägen es in die rechte Form. Zwei- oder Mehrlagig sind nun ganz interessante Konstrukte möglich. Ích mache es mir diesmal so einfach wie möglich und nehme nur zwei Schichten. Die Rückplatte der Armlehne werde ich nicht verstärken, sondern lediglich dämmen.

Der Übergang zwischen Armlehne und Doorboard ist leider alles andere als eben. Ich habe gesehen, wie einige die Form mit kleinen Hölzchen anpassen und diese dann einspachteln, jedoch glaube ich, dass mir der zeitliche Aufwand im Augenblick zu hoch ist. Daher schneide ich mir für die Montage entsprechend geformte Schaumstoffdichtungen zurecht, die den Schlussverlust zwischen den beiden Teilen dann ausgleichen sollen. Überzogen mit Stoff sollte das dann sogar unsichtbar sein. Einziges Problem wird sicher die Montage, da man auf jeden Fall auf beiden Seiten des Boards durch den Stoff ein Loch bohren muss, um die Befestigungsschrauben unter zu bringen.

Meine Speaker sind Crunch CDS 6.2c, welche mir bereits im Fiesta sehr gut gefallen haben. Satt und ausgesprochen ausgewogen im klang.

Versenkt im Brett sieht das ganze dann so aus. Unter Umständen nutze ich den Teil, wo meine Hand zu sehen ist als kleines Staufach, denn ganz ohne Stauraum ist das einfach nicht sonderlich praktikabel. Dazu denke ich mir aber noch was passendes aus.

Sehr hübsch an dem Set - mal abgesehen von den ganzen sehr guten Testergebnissen bei einschlägigen Audiofachmagazinen vor einiger Zeit - finde ich den verchromten Korb des Speakers und den verchromten Deckel der Frequenzweiche.

Beim letztem Einbau dieser Anlage war die Frequenzweiche mit in das Doorboad eingelassen, so dass nur der Chromdeckel auf schwarzem Lack zu sehen war. Sehr schön...